Erich-Kästner-Gesamtschule - ARNOLDS Sicherheit GmbH:
Projekt: "SuS - Die Formel für Schutz und Sicherheit"



 
 Erich-Kästner
Gesamtschule



Die Projektskizze: (Powerpoint-Präsentation, öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Firma ARNOLDS Sicherheit GmbH gibt der - zuvor in einem schulinternen Auswahlverfahren ermittelten - Schülergruppe der Sekundarstufe I die Gelegenheit, im Rahmen eines Projektpraktikums möglichst umfangreiche, vielschichtige und vor allem praktische Erfahrungen zu sammeln, die für den Ausbildungsberuf „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ relevant sind. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Ausbildungsinhalte sowohl auf den verwaltungstechnischen Bereich (Einsatzpläne erstellen und studieren, außerdem Kennenlernen von EDV-Abläufen), als auch auf den operativen Bereich (siehe unten) erstrecken. 


Folgende operative Kernfelder sollen im Rahmen des Projekts primär abgedeckt werden:

Notruf- und Serviceleitstelle
Im Bereich NSL ergibt sich die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung praktische Erfahrungen im Bereich Videoüberwachung, Einbruch-/ Überfallmeldesysteme sowie Alarmverfolgung mit Navigation zu sammeln. Eine Verknüpfung des Projektbereichs „NSL“ mit dem Bereich „Streifen- und Patrouillendienst“ wird angestrebt.

Einsatzleitung /-disposition

Anhand eines zuvor vorgegebenen (realistischem oder fiktiven) Projektauftrags sollen die Schüler gemeinsam mit dem Einsatzleiter die Auftragsdisposition, - durchführung, und die anschließende -verwaltung simulieren. Denkbar sind alle nachfolgend aufgeführte Bereiche: Bewachung, Geld- und Wertdienste, Kurierdienste, Patrouillendienste, Gleisbausicherung. 

Werkschutz
Aus der o.g. Disposition werden folgende Aufträge begleitet: Einsatz im Pforten- und Empfangs-
dienst (Dienstkleidung), Betriebsschluss- und Öffnungsdienste (Dienstkleidung), Veranstaltungs-
schutz (Rot-Weiss Essen, Dienstkleidung), Kontrollen ÖPNV (Dienstkleidung). Dazu können
Einzeleinsätze an verschiedenen Objekten kommen, die vorher gemeinsam ausgesucht wurden und 
dem Sinn und Zweck dieses Projekts (praktisches Arbeiten) entsprechen. 

Streifen- und Patrouillendienste
Begleitung Inspektoren, Alarmverfolgung als Mitfahrer im Fahrzeug (Versicherung klären), Begleitung Revierfahrer ggfs. bis 24.00 Uhr, wenn möglich, bei bestimmten Touren. Anmerkung: Seitens der IHK bestehen grundsätzlich keine Bedenken, den Schülern die Möglichkeit zur Teilnahme an einer (eingeschränkten) Nacht-Patrouillenfahrt zu gewähren. 

Thomas Michaelis, Geschäftsführer der Firma Arnolds Sicherheit, erläutert den Projektteilnehmerinnen und Teilnehmern die Inhalte des Ausbildungsberufes "Fachkraft für Schutz und Sicherheit". Bevor die Schüler "in die Praxis" gehen, müssen die theoretischen Grundlagen geschaffen werden. Lehrer Heinz Görnert (2.tes Bild, ganz rechts) begleitet das Projekt für die Erich-Kästner-Gesamtschule.  


Das Erstellen von Einsatz- und Dienstplänen gehörte zu den Projektinhalten. Wichtig dabei: Es handelte sich hierbei nicht um eine "Trockenübung", sondern die Mitarbeiter des Unternehmens wurden dann auch tatsächlich anhand der von den Schülern erstellten Pläne eingesetzt. Arnolds-Einsatzleiter Gerd Gábelein (2.tes Bild links) steht mit Rat und Tat zur Seite.



Stimmen der Beteiligten zum Projekt:

Stimmen der Schüler:
Patrick:

„Objektschutz ist eine spannende, und verantwortungsvolle Tätigkeit, die mir viel Spaß gemacht hat. Meine Einsatzort war das Frischezentrum Essen. Es gab klar definierte Routen, die wir abzugehen hatten, eine „Runde“ nahm ungefähr 45 Minuten in Anspruch. Die Aufgabengebiete umfassten das Kontrollieren von Türen, das Prüfen auf Einbruchsspuren, sowie der Austausch mit Speditionsfahrern, wenn es beispielsweise um Übergabe von Schlüsseln oder Frachtpapieren ging. Ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, dass ich – obwohl ja nur Schüler – vom Arnolds-Mitarbeiter, der mich auf meiner Tour begleitete, absolut respektiert worden bin – und ich außerdem sogar eigenständig Verantwortung übernehmen konnte. Ich fühlte mich zu jederzeit ernst genommen und respektiert.


Jennifer:
„Es macht Spaß, einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen zu dürfen. Im Wachdienst hatte ich die Gelegenheit, sowohl bei der Hypovereinsbank als auch bei der Postbank mit am Patroillendienst teilzunehmen. Wobei mir Streifendienst in der City noch besser gefallen hat. Man kommt mit Leuten in Kontakt und muss sehr kommunikativ sein. Das entspricht genau meiner Wellenlänge.


Patrick:
„Die Leute bei Arnolds sind sogar auf unsere Wünsche eingegangen und haben sich auch bei der Projektgestaltung sehr flexibel gezeigt. Mir hat der Einsatz im Objektschutz so viel Spaß gemacht, dass ich sogar noch einen dritten Tag anhängen durfte – eigentlich waren für diesen Bereich nur zwei Tage vorgesehen. Nach den Erfahrungen, die ich bislang im Projekt gemacht habe, kann ich mir ganz gut vorstellen, mich für den Ausbildungsberuf `Fachkraft für Schutz und Sicherheit` zu entscheiden.“



Stimmen der Unternehmensmitarbeiter:

Thomas Michaelis, Geschäftsführer von Arnolds Sicherheit

++ sehr selbständiges Arbeiten seitens der Projektteilnehmer 

++ allen hat man das Engagement angemerkt, mit denen sie ins Projekt reingegangen sind. Es war deutlich zu spüren, dass sich alle Teilnehmer im Vorfeld mit dem Berufsbild auseinander gesetzt haben. Das war an den vielen Nachfragen während des Projekts deutlich zu erkennen.

++ Für ein Pilotprojekt ist das Ganze – wider Erwarten – äußerst positiv gelaufen.

++ Unser Unternehmen hat spontan auf Wünsche der Projektteilnehmer reagiert und zusätzliche Inhalte eingebaut – das war nur dadurch möglich, dass die Teilnehmer von sich aus Initiative gezeigt haben.


++ aus Unternehmenssicht: Wir sind zufrieden, dass wir den Teilnehmern - ganz bewusst - verantwortungsvolle Aufgaben gestellt haben und sie so sehr intensiv in die Handlungsabläufe eingebunden wurden.



Gerd Gábelein (42), seit Februar 2001 Einsatzleiter in der Sparte „Seperate Objekte“.

Aufgaben: Einsatzplanung, Einsatz von Mitarbeitern bei der Besetzung von Objekten / Unternehmen. 

Fähigkeiten, die man für den Berf braucht: starke Nerven, Menschenführung, Geduld, Entscheidungsfähigkeit, „am besten keine Familie, denn es ist schwierig, bei diesem verantwortungsvollen Beruf den Stress im Büro zu lassen.“

Manche Dinge muss man einfach „von Haus aus“ mitbringen, andere – wie zum Beispiel Menschenführung – kann man sich auch im Nachhinein aneignen. Ich bin gelernter Friseur und dadurch ein klassischer „Quereinsteiger.“ Dennoch hatte das Glück, schon sehr früh Erfahrungen im Bereich der Menschenführung machen zu können – einerseits durch meine frühere berufliche Tätigkeit aber andererseits auch durch die Erfahrungen, die ich im elterlichen Betrieb habe machen können.

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