Rollstühle für Rußland

                                                                               

Pressespiegel


WAZ Nr. 236 , Mittwoch, 10. Oktober 2001

Schüler bauen Gelände-Rollstühle für Weißrussland

Am 1. Oktober fiel am Berufskolleg West der Startschuss für die Produktion von zehn geländegängigen Roll-
stühlen. Schüler der Hauptschule an der Bärendelle und der Salzmannschule arbeiten für zwei Wochen gemein-
sam mit Jugendlichen des Berufskollegs an der Produktion der Rollstühle. Nach ihrer Fertigstellung werden die
geländegänigen Gefährte an Behinderteneinrichtungen in Prochany, Weißrussland, und Pskow bei Minsk ge-
spendet. "Durch die Herstellung der Rollstühle können wir humanitäre Hilfe und die Berfswahlvorbereitung der
Haupt- und Sonderschüler einmalig miteinander verbinden", sagt Martin Dülme, Leiter der Rollstuhlproduktion.
Die Projekt-Teilnehmer, die sich freiwillig zur Mitarbeit erklärt haben, gewinnen durch ihre Arbeit einen Blick
in Metall verarbeitende Berufe. Nach Ablauf der Projektwochen soll die Kooperation zwischen den Schulen und
somit die Herstellung der Rollstühle fortgesetzt werden.                                                                             CoV

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   WAZ-Bild: Hartmann

 

 

NRZ - Samstag, 06. Oktober 2001
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IN SERIE wird gehen, was am Berufskolleg West
gestern Michael Müller, Timo Koesling, Stefan Bartels
und "Testpilot" Martin Dülme vorstellten: gelände-
taugliche Rollstühle für Weißrussland. Die Produktion
läuft im Rahmen der Kooperation "Schule und Wirt-
schaft". (NRZ-Foto: Hartwig)

 


Wochenpost – 09. Oktober 2001

Praktischer Unterricht hilft Behinderten in Weißrussland

Haupt- und Berufsschüler tauschen derzeit die Schul- gegen die Werkbank aus und produzieren einen Rollstuhl „in Serie". Das Projekt wird am 25. und 26. Oktober in der Ausstellung „Wir erarbeiten unsere Zukunft" vorgestellt.

Frohnhausen. Lernen, forschen und etwas Gutes tun – so macht doch Schule wieder Spaß. Das zeigen
Schüler des Berufskollegs West und der Hauptschulen Bärendelle und Salzmannschule derzeit in einem gemeinsamen Projekt. Seit dem 1. Oktober arbeiten die technik-begeisterten Konstrukteure an der „Serien- produktion" eines selbst entwickelten Rollstuhls. Zehn Modelle wollen sie bauen. Anschließend werden sie nach Proschany in Weißrussland und nach Pskow bei Minsk geschickt. Dort werden sie vor allem Minenopfern zur Verfügung gestellt. Der Kontakt zu den Zielorten wurde durch Hugo Kaldenkirchen von der Lebenshilfe Tschernobyl sowie Dieter Bach und Michael Dirkx von der WP-Schmitz-Stiftung Düsseldorf möglich. Bach und Dirkx unterstützen das Projekt mit einer Spende von 7.000 Mark für das benötigte Material und eine neue Hydraulikpresse. Die Fahrradwerkstatt „Freilauf" der Neuen Arbeit der Diakonie steht mit Materialspenden und Rat und Tat zur Seite. Der Rollstuhl ist aus stabilen Metallstangen zusammengestellt, und ist auch für unebenes Gelände geeignet, allerdings muss er angeschoben werden. Der zusätzliche Clou:
Vorne lässt sich schnell und einfach ein Lenkrad auf einem Reifen montieren, sodass der Rollstuhlfahrer selbst die Richtung bestimmen kann.
Die erste Herstellungsphase ist für zwei Wochen angelegt. Weitere Produktionen sind nicht ausgeschlossen. Das Projekt wird am 25. und 26. Oktober in der Ausstellung „Wir erarbeiten unsere Zukunft" vorgestellt.
                                                                                                                                                  Achim Kaemmerer

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Martin Dülme (2.v.r.), Technischer Lehrer am Berufs- kolleg West, entwickelte mit seinen Schülern diese Prototyp eines neuen Rollstuhls.

Südanzeiger – 10. Oktober 2001

Projekt: Schüler an der Werkbank

+++ Als Projekt der Reihe „Schule und Wirtschaft" tauschten nun Schüler der Hauptschule Bärendelle und der Salzmannschule zunächst für zwei Wochen die Schulbank gegen eine Werkbank. Der von Schülern des Berufskollegs West entwickelte geländegängige Rollstuhl geht damit in die „Serienproduktion". Zehn Rollstühle sollen zunächst nach Weißrussland ausgeliefert werden.+++

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Projektleiter Martin Dülme (vorne) und Schulleiter Siegfried Pudelski (zweiter von rechts) freuen sich über das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Foto: Gohl