Presse-Information

Nr.   39

Essen, 05. 10.2001

Startschuss für die ersten Serienmodelle:

Schüler des Berufskolleg West fertigen Rollstuhl jetzt gemeinsam mit Schülern der Hauptschule an der Bärendelle und der Salzmannschule

 

Der von Schülern des Berufskolleg West entwickelte Rollstuhl geht jetzt als Projekt der Kooperation "Schule und Wirtschaft" in die "Serienproduktion". Seit dem 1. Oktober fertigen Schüler der Hauptschule an der Bärendelle und der Salzmannschule gemeinsam mit den Jugendlichen am Berufskolleg West den geländegängigen Rollstuhl. In der Startphase sollen bis zu zehn Exemplare des im Sommer vorgestellten Prototyps entstehen. Sie gehen anschließend auf den Weg nach Prochany in Weißrussland und nach Pskow bei Minsk. Der Kontakt zu den Zielorten wurde hergestellt durch Hugo Kaldenkirchen von der Lebenshilfe Tschernobyl sowie Dr.Dieter Bach und Michael Dirkx von der WP-Schmitz-Stiftung in Düsseldorf. Letztere unterstützt das Projekt mit einer Spende in Höhe von 7.000 DM für die Beschaffung zur Herstellung benötigter Materialien und zur Anschaffung einer neuen Hydraulikpresse. Auch die Fahrradwerkstatt "Freilauf" der Neuen Arbeit der Diakonie unterstützt das Projekt durch Materialspenden und Know-how.

Für die Dauer von zwei Wochen tauschten neun Schüler der Hauptschule an der Bärendelle und fünf Schüler der Salzmannschule die Schulbank gegen eine Werkbank. Gemeinsam mit zwölf Jugendlichen des Berufskolleg West sollen sie die ersten "Serienmodelle" des am Berufskolleg entwickelten Rollstuhls fertigen. Dabei bekommen die Teilnehmer einen Einblick in verschiedene Tätigkeiten metallverarbeitender Berufe.

Auch nach Ablauf der beiden Projektwochen soll die Kooperation und damit die Herstellung weiterer Rollstühle fortgesetzt werden. Das Projekt wird auch auf der am 25. und 26. Oktober im Arbeitsamt Essen stattfindenden Ausstellung "Wir erarbeiten unsere Zukunft" zu sehen sein.