Der von Schülern des Berufskolleg West entwickelte Rollstuhl geht
jetzt als Projekt der Kooperation "Schule und Wirtschaft" in die
"Serienproduktion". Seit dem 1. Oktober fertigen Schüler der Hauptschule an der
Bärendelle und der Salzmannschule gemeinsam mit den Jugendlichen am Berufskolleg West den
geländegängigen Rollstuhl. In der Startphase sollen bis zu zehn Exemplare des im Sommer
vorgestellten Prototyps entstehen. Sie gehen anschließend auf den Weg nach Prochany in
Weißrussland und nach Pskow bei Minsk. Der Kontakt zu den Zielorten wurde hergestellt
durch Hugo Kaldenkirchen von der Lebenshilfe Tschernobyl sowie Dr.Dieter Bach und Michael
Dirkx von der WP-Schmitz-Stiftung in Düsseldorf. Letztere unterstützt das Projekt mit
einer Spende in Höhe von 7.000 DM für die Beschaffung zur Herstellung benötigter
Materialien und zur Anschaffung einer neuen Hydraulikpresse. Auch die Fahrradwerkstatt
"Freilauf" der Neuen Arbeit der Diakonie unterstützt das Projekt durch
Materialspenden und Know-how.
Für die Dauer von zwei Wochen tauschten neun Schüler der Hauptschule
an der Bärendelle und fünf Schüler der Salzmannschule die Schulbank gegen eine
Werkbank. Gemeinsam mit zwölf Jugendlichen des Berufskolleg West sollen sie die ersten
"Serienmodelle" des am Berufskolleg entwickelten Rollstuhls fertigen. Dabei
bekommen die Teilnehmer einen Einblick in verschiedene Tätigkeiten metallverarbeitender
Berufe.
Auch nach Ablauf der beiden Projektwochen soll die Kooperation und
damit die Herstellung weiterer Rollstühle fortgesetzt werden. Das Projekt wird auch auf
der am 25. und 26. Oktober im Arbeitsamt Essen stattfindenden Ausstellung "Wir
erarbeiten unsere Zukunft" zu sehen sein.