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Mittwoch, 07. April 2004


Zwölftklässler absolvieren ein Praktikum im Präsidium

Am Schießstand: Unter Aufsicht der Polizeibeamten dürfen die Schüler auch an der Waffe Erfahrungen sammeln. Die Jugendberufshilfe machte das möglich.

Nach unserer Ankunft im Polizeipräsidium begrüßte uns der Einstellungsberater Heiko Müller und erzählte uns die wesentlichen Aspekte des Projektes.

Seit 1979 befindet sich Heiko Müller im Dienst und ist seit drei Jahren Einstellungsberater. Dies ist ein öffentlichkeitsorientierter Beruf, in dem viele PR-Veranstaltungen organisiert bzw. unterstützt werden. Er ist auch für die Auswahl der Praktikanten zuständig. Als Grund für seine Berufswahl gab er an, dass er sozial engagiert ist und Menschen helfen möchte. Darüber hinaus sei der Dienst abwechslungsreich und sicher. Von daher war der Polizeiberuf perfekt für ihn.

Er erzählte er uns etwas über das Projekt "Schule - Wirtschaft - Arbeitsmarkt - Teamwork live - Schüler erfahren den Polizeiberuf bei der Essener Polizei". Es handelt sich dabei um ein Praktikum, welches einen intensiven Einblick in das Polizeileben gewährleistet und die Praktikanten auf das vorbereitet, was sie in diesem Beruf erwartet. Das Praktikum läuft über vier Wochen. Es wurden sechs Praktikanten der Jahrgangsstufe zwölf der folgenden Schulen angenommen: vom Gymnasium Borbeck, der BMV-Schule und von der Gesamtschule Süd. Alle Schüler absolvieren ein Vorstellungsgespräch. Der Notendurchschnitt darf nicht schlechter als befriedigend sein, weil sie vier Wochen lang nicht in die Schule gehen und den Stoff nachholen müssen.

Die Projektteilnehmer sollten sportlich und kommunikativ sein. Das Projekt findet in verschiedenen Dienststellen statt, somit lernen die Praktikanten ein weites Spektrum des Polizeiberufs kennen. So lernen sie z. B. das Sichern von Spuren, das Schießen sowie das Stürmen von verbarrikadierten Wohnungen.

Das Projekt wird von der Jugendberufshilfe begleitet, dessen Mitarbeiter Herr Steinert eine vermittelnde Rolle zwischen den Schulen und der Polizei spielt. Hier seine Meinung zu dem Projekt: "Im Vordergrund steht für uns, dass die Jugendlichen praktische Erfahrungen sammeln und sich so ein fundiertes Bild über den Beruf machen können."

Wir haben auch die Praktikanten des Projektes selbst befragt. Es sind Simone Jablowski, Markus Zimnau, Simon Batz, Mike Kozlowski, Andre Wolski sowie Sebastian Wels. Ihre Meinungen sind positiv. So sagten sie, dass sie gut in die Polizeiarbeit eingebunden wurden und viele Dinge tun durften. Sie konnten DNA-Abstriche nehmen, Fingerabdrücke sichern und andere Dinge zur Spurensicherung machen. Darüber hinaus lernten sie Selbstverteidigungsstrategien.

Die Praktikanten betonten, dass die Ausbilder offen und nett seien. Die Ausbildung sei sehr praxisorientiert und die Berufswahl würde positiv beeinflusst. Man könne innerhalb der vier Wochen viele Eindrücke sammeln. Gefährliche Einsätze werden mit den Praktikanten grundsätzlich nicht durchgeführt.

Dieses Projekt ist gut durchdacht. Es bringt den Jugendlichen die Berufe näher.

Robin Romahn, Patrick Springer, Michalina Ciapka, 8 b, Gymnasium BorbeckZEUS-Bild: Gymnasium Borbeck

06.04.2004