Diverse Schulen - Diverse
Bäckereien:
Projekt: "Neuproduktentwicklung"
|
Hauptschule an der Beisingstraße |
|
Veröffentlichungen:
Presse-Information
"Wächtler-Schnitte" oder vielleicht das "Stoppi-Super-Brötchen" gefällig? Neues Projekt aus der Reihe "Schule - Wirtschaft - Arbeitsamt" 53 Schülerinnen und Schüler von drei Essener Hauptschulen starten derzeit in ein neues und außergewöhnliches Projekt aus der Reihe "Schule - Wirtschaft - Arbeitsamt". Ausgerichtet auf die Wünsche ihrer Zielgruppe werden die Jugendlichen völlig neue Backprodukte entwickeln. Dabei kooperieren die Katholische Hauptschule Stoppenberg mit der Bäckerei Peter, die Hauptschule an der Wächtlerstrasse mit der Vollkornbäckerei Troll und die Hauptschule Beisingstrasse mit der Bäckerei Holtkamp. Die fertigen Produkte sollen dann am 22. Juni an einem Verkaufsstand auf der Limbecker Strasse den Passanten angeboten werden. Die eine Hälfte des Erlöses wird der "Essener Tafel" gespendet, die andere fließt zurück in die Schulen für Anschaffungen, die notwendig sind aber aus dem bestehenden Haushalt nicht finanziert werden könnten. Das Bildungszentrum des Baugewerbes unterstützt diese Aktion durch das Bereitstellen von zwei Verkaufszelten und sorgt für professionelle Werbeschilder. Die Idee zu diesem Projekt stammt von Bäckermeister Klaus Peter. "Wir suchen Nachwuchs für unser Unternehmen. Die vielleicht künftigen Auszubildenden und der Betrieb können sich auf diese Weise näher kennen lernen. Jeder weiß, was ihn erwartet, dadurch vermeiden wir Ausbildungsabbrüche." Zunächst erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Fertigung und den Verkauf. Darauf aufbauend können sie Ideen für ein neues Produkt entwickeln, dazu eine Werbestrategie entwickeln und sich mit dem Kaufverhalten beschäftigen. Gebacken wird professionell in der Backstube. Über den Verkauf in den Schulen sollen die fertigen Produkte weiterentwickelt werden und letztendlich in den Regalen der Bäckereien landen. Vielleicht erschließt sich ja für die Bäckereien ein neuer Markt: Was möchten die 14- bis 17-jährigen essen? Süß oder herzhaft? Die Jugendlichen sind hochmotiviert. So erwartet die Hauptschule an der Wächtlerstrasse und die Vollkornbäckerei Troll mit Spannung den ersten Biss in die "Wächtler-Schnitte".
|
| WAZ - Nummer 61 - Mittwoch, 13.
März 2002
Hauptschüler erfinden das "Blumentopf-Brot" Neues Projekt soll Jugendlichen bei der Berufswahl helfen Von Matthias Armborst Verderben viele Bäcker das Brot? Kann
das gutgehen, wenn zehn Schüler zwischen 14 und 17 Jahren in der
Backstube anrücken und dort kräftig mitmischen? Es kann - wie eine neue
Kooperation von Bäckereien und Hauptschulen beweist.
Das heißt auch, schon mal um fünf Uhr morgens aufzustehen. Für Sabrina Riquier kein Problem. "Das macht nichts", sagt sie. Und es macht auch nichts, wenn die erste Erdbeerschnitte nicht wirklich geschmeckt hat. Mittlerweile hat die 15-jährige Schülerin der Hauptschule Beisingstraße viele Einblicke in den Bäckerberuf bekommen. Ihre Schule kooperiert mit der Bäckerei Holtkamp. Einmal in der Woche setzen sich die 16 Schüler für zwei bis drei Stunden die Bäckermütze auf. Die 16-jährige Mariam Al-Zein kann sich vorstellen "eine Ausbildung in der Bäckerei" zu machen. Mit der Bescheinigung über ihre Projektteilnahme sind ihre Chancen gestiegen. Schließlich hoffen die Unternehmen Nachwuchs zu finden, der nicht die Ausbildung abbricht. Gegenüber den Praktiken haben die Schüler im Projekt feste Aufgaben zu erledigen. "Es ist alles vertrauter als beim Praktikum. Man wird nicht nur hin und her geschickt, sondern richtig betreut, auch von den Lehrern", erklärt Sabrina. |
|