Maria-Wächtler Gymnasium - Universität Essen - DZS Druckzentrum:
Projekt: "Professionelle Plakatentwicklung"



            


Presseveröffentlichung:

WAZ Nr. 154 - Freitag, 6. Juli 2001

Schüler lernen von Studenten: Plakate - richtig toll geworden
Zusammenarbeit zwischen Designern und Wächtler-Schülern

Rüttenscheid.
Wie ein richtig professionelles Plakat entsteht, das erfuhren 14 Schüler der Maria-Wächtler-Schule in Zusammenarbeit mit Studenten der Uni Essen. Ihre Ergebnisse stellten sie nun der Öffentlichkeit vor. Drei Monate lang kamen Anna Rosa Stohldreier und Ruben Cuellas Is regelmäßig in den Kunstkurs der Klasse 10 und weihten die Schüler in die Geheimnisse von Typographie und Bildgestaltung ein. "Für uns war es eine Art Selbsterprobung", erklärte Stohldreier. Mit dem Ergebnis ist die Designstudentin mehr als zufrieden: "Es war schön zu sehen, dass wir den Schülern etwas vermitteln können. Und die Plakate sind ja auch richtig toll geworden."


Adrian Hoffmann und seine Mitschüler mit ihren Plakaten. Von den Designern der Uni haben sie in drei Monaten viel gelernt. Die Arbeiten hättes es verdient, im Plakat-Museum ausgestellt zu werden. Bild: Jo Kleine-Büning



Diese Einschätzung teilt auch Jörg Klapp vom Druckzentrum DZS, der die Entwürfe der Schüler schließlich in gedruckte Plakate verwandelte: "Ich bin wirklich erstaunt, mit welcher Professionalität die Schüler an dieser Sache gearbeitet haben. Das hat auch mir richtig Spaß gemacht." Die Ergebnisse seien "durchaus vorzeigbar" und hätten es zweifellos verdient, demnächst in der Flurgalerie des Palkatmuseums ausgestellt zu werden.



WAZ Nr. 154 - Freitag, 6. Juli 2001 - Seite 2

Doppelbödiger Witz mit Befehl "Rühren"
Ein Plakat für Zivis und Soldaten

Rüttenscheid.
Werbung für den Zivildienst macht zum Beispiel Adrian Hoffmann von der Maria-Wächtler-Schule mit seinem Plakat. Es hat den doppelbödigen Titel "Rühren"!.


Nicht uniformierten Soldaten gilt dieses Kommando sondern fleißigen Hausmännerhänden, die ihre Kochlöffel gehorsam in den vor ihnen stehenden Eintopf tauchen. Ein Auge steht dagenen im Mittelpunkt des Werbeplakats für ein Institut für Partnervermittlung. "In der Liebe ist der Blickkontakt immer ganz wichtig", erläutert Nachwuchsdesignerin Nadine Kempes ihre Idee. Das Thema Gentechnik greift Katharina Krautwald mit ihrem "Individuum" betitelten Plakat auf: "Der Rechtschreibfehler weist darauf hin, dass eigentlich jedes Individuum fehlerhaft ist."

Ein Handschuh, zwischen dessen Fingern das Wort "Hass" durchscheint, ist auf Steffi Drägers Plakat zu sehen. "Ich habe mir überlegt, was Menschen so alles verbergen", erzählt die Schülerin. "Hass ist für mich ein sehr weiter Begriff, der vieles abdeckt und ganz groß werden kann." Lehrerin Iris Loosen-Frieling ist von dem Projekt begeistert. "Ich bin wirklich stolz auf meine Schüler. Es war eine wichtige Erfahrung für sie, einmal die Produktionsabläufe in einem Unternehmen kennenzulernen. Auch mit dm Stress sind sie hervorragend zurecht gekommen." Von der Zusammenarbeit mit den Studenten habe auch sie selbst profitiert: "Im Grunde ist ja jeder Lehrer ein Dilettant", lacht die Pädagogin. Am letzten Schultag darf sie das ruhig einmal sagen...   mf

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