| 14 Essener Schulen - Alfried Krupp v. Bohlen und Halbach Stiftung - AHI - Zeche Carl: Projekt: "Renovierung des Malakowturmes auf der Zeche Carl" |
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Presseveröffentlichungen: WAZ - Mittwoch, 22. Mai 2002 Praxiswerkstatt hilft Schülern bei Berufswahl Projekt: Renovierung des Malakowturms an der Zeche Carl Schon in seiner Restaurationsphase wird der Malakowturm auf dem Gelände der Zeche Carl für etwa 200 Schüler von 12 Schulen zu einem Ort des Lernens und der Begegnung. Drei Jahre dauert das Praxis-Projekt. Umbaukosten: 2,75 Mio. €. Ran an die Schüppe, heißt es ab September für die ersten Teilnehmer, vornehmlich Jugendliche aus Schulen des Essener Nordens. Mauern ziehen, Rohre verlegen, Leitungen installieren - alles, was bei einem Umbau so anfällt, werden die Praktikanten unter der Patenschaft der ausführenden Fachfirmen aktiv üben. Know-how-Vermittlung gegen Arbeitskraft: Das ist fair für beide und kostet keine regulären Jobs. "Ziel der praktischen Erprobung ist es, den Schülern im Vorfeld ihrer Berufswahl Entscheidungshilfen zu geben", erklärt Willi Overbeck, Vorsitzender der Zeche Carl. Dadurch solle der hohe Anteil von 25 Prozent Ausbildungsabbrechern reduziert werden. Eingebettet ist die Berufserkundung in das Projekt "Schule - Wirtschaft - Arbeitsmarkt" des Arbeitsamtes. "Wer auf dem Bau mitangepackt hat und ein Zertifikat vorweist, hat bei Firmen gute Chancen", so Berufsberater Thomas Mikoteit. |
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Der Turm soll schöner werden: Ulrike Pankop, Willi Overbeck, Thomas Mikoteit und Helge von Dornick (v.l.). WAZ-Bild: Umbach |
In einer von der Krupp-Stiftung mit 300.000 € geförderten und von der Altenessener Handwerker Initiative betreuten Schülerwerkstatt erfolgt die einwöchige Vorbereitung. Dort lernen die Praktikanten Werkzeug, Material und Sicherheitsbestimmungen kennen. "Zuvor müssen die Schüler sich bewerben und Gründe für ihr Interesse darlegen", so Ulrike Pankop Lehrerin an der Parkschule. Später nutzen der Offene Kanal, die Künstler des Maschinenhauses und der Verein Carl-Stipendium den 1856 errichteten Turm. Unterhaltskosten: 25.000 € im Jahr. "Das gesamte Projekt wird dokumentiert und zertifiziert", sagt Helge von Dornick, Geschäftsführer der Zeche. Es sei wichtig, dass die Schüler merkten, dass die Gesellschaft auf sie schaut, sie nicht abgeschrieben hat. Darum ist zum von Schülern geplanten Baustellenfest am Freitag, 24. Mai, von 15 bis 19 Uhr der ganze Stadtteil eingeladen. hac |
| NRZ - Mittwoch, 22. Mai 2002 Ein Turm wird zur Lehrbaustelle Zeche Carl / Im Rahmen eines Projektes sollen Schüler bei der Renovierung des Malakowturmes helfen Die ziemlich seltene Gelegenheit, sich die praktischen Seiten eines Handwerksberufes einmal genauer anzusehen und gleichzeitig an einem Stück Stadtgeschichte mitzubauen, wird Schülern nach den Sommerferien in Altenessen geboten. Im Zuge der Renovierungsarbeiten am Malakowturm der Zeche Carl (die NRZ berichtete) wird im Rahmen des Projektes "Schule - Wirtschaft - Arbeitsmarkt" erstmals eine Schülerwerkstatt zur Berufsfelderkundung eingerichtet. "Wir möchten im Rahmen des Projektes Schülern in ihrer Berufsfindungsphase helfen, die richtige Entscheidung zu treffen", so Willi Overbeck, Vorsitzender des Trägervereins Zeche Carl. |
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Noch ist von den Renovierungsarbeiten am Malakowturm nicht viel zu sehen. Nächstes Schuljahr wird sich das ändern. (NRZ-Foto: Müller) |
In Kooperation mit momentan zwölf Essener Schulen sollen Schüler während der dreijährigen Bauphase die Möglichkeit bekommen, in verschiedenen Gewerken des Baubereichs praktische Erfahrungen zu sammeln. "Kein Schüler wird für das Praktikum Unterrichtsstunden versäumen", unterstreicht Ulrike Pankop, Lehrerin an der Parkschule. Den Charakter einer Übungswerkstatt wird das Projekt jedoch nicht haben. Schließlich stehen die beauftragten Firmen in Pflicht, die Arbeiten korrekt auszuführen - aber eben auch, Schüler zu qualifizieren. Dass diese nicht planlos an der Schippe stehen werden, dafür soll die Altenessener Handwerker-Initiative sorgen, wo die jungen Helfer einen einwöchigen Crash-Kurs absolvieren, begleitet von einem Handwerker und einem Pädagogen. Die Kosten von 304 000 € für drei Jahre trägt die Krupp-Stiftung. 200 Schüler sollen die Baustelle in drei Jahren durchlaufen. Und wem die Arbeit auf dem Bau partout nicht liegt, der kann auch praktische Erfahrungen in etlichen Tätigkeitsfeldern der Zeche Carl, beispielsweise in der Buchhaltung oder der Öffentlichkeitsarbeit sammeln. Wer sich über das Projekt informieren möchte, sollte am Freitag, 24. Mai, 15 bis 19 Uhr, zum Baustellenfest am Malakowturm kommen. (job) |
| Nord-Anzeiger - Mittwoch, 22. Mai 2002 Nicht nur in der Schule für das Leben lernen "Baustellenfest Malakowturm" auf der Zeche Carl stellt am Freitag ein innovatives Schulprojekt vor. Weg mit den verstaubten Schulbüchern! Raus aus dem Mief der Klassenzimmer! Essener Schulen gehen neue Wege: Nicht nur Theorie, sondern auch Praxis fördern und Schülern Starthilfe für den Ernst des Lebens geben - das versucht die "Schülerwerkstatt Berufsfelderkundung Malakowturm", die sich am Freitag mit einem Baustellenfest der Öffentlichkeit vorstellen wird. Von der Kohle zur Kultur - diesen Schritt hat die Zeche Carl in den letzten Jahrzehnten eindrucksvoll vollzogen. Wo einst die Bergleute unter Tage gingen, geben sich heute Musiker, Maler und Schauspieler die Klinke in die Hand. Das Altenessener Kulturzentrum möchte aber mehr als ein Ort der Künste sein: Schüler sollen ab dem 1. September die Möglichkeit bekommen, im Rahmen der Werkstatt erste Berufserfahrungen zu sammeln. Willi Overbeck, Vorsitzender des Soziokulturellen Zentrums Zeche Carl, kennt die brisanten Zahlen:"Jeder Vierte bricht seine Lehre ab. Mit unserer Werkstatt soll schon zu Schulzeiten ein Blick in die Arbeitswelt geworfen werden." Wie der Ernst des Berufslebens aussehen kann, werden 200 bis 250 Jungen und Mädchen in den nächsten drei Jahren hautnah am Malakowturm kennen lernen. Zwölf Schulen beteiligen sich, vom Gymnasium bis zur Sonderschule. Die Schüler können ihr theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen und gleichzeitig das breite Berufsspektrum der Bauberufe entdecken. Technische Zeichner, Maurer oder Poliere - vielleicht finden junge Menschen hier den Beruf fürs Leben. Das Interesse ist groß, sogar eine Schule aus Velbert hat bereits angefragt. |
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Sie geben jungen Menschen eine Starthilfe ins Berufsleben (auf dem Foto von links:) Thomas Mikoteit
(Berufsberatung Arbeitsamt Essen), Willi Overbeck (Zeche Carl), Rainer Heine
(Geschäftsführer Altenessener Handwerker Initiative), Dirk Katthagen (Jugendberufshilfe), Ulrike Pankop (Parkschule) und Hans Gerhard Dohle (Leiter des Essener Arbeitsamtes) vor dem Malakowturm der Zeche Carl.
Foto: Gohl |
Veranstaltet wird die Werkstatt im Rahmen des Projektes "Schule-Wirtschaft-Arbeitsmarkt", das Heranwachsende gezielt auf die Berufswelt vorbereitet und so Jugendarbeitslosigkeit eindämmt. Initiiert wurde die Aktion im Mai 1999 vom Arbeitsamt, dem städtischen Schulamt und dem Schulverwaltungsamt. Die Schülerwerkstatt am Malakowturm wird vor Ort von der Altenessener Handwerker Initiative betreut, die in der ehemaligen Holzwerkstatt der Zeche Carl beheimatet ist und rund 100 Mitarbeiter mittlerweile auch über die Stadtteilgrenzen hinaus beschäftigt. AHI-Geschäftsführer Rainer Heine ist mit der Koordination der Schülerwerkstatt beauftragt: "Einen großen Block wird es direkt beim Start geben. In dieser Phase erhalten die Schüler einen Überblick und werden in die Abläufe integriert. 20 Personen können gleichzeitig beschäftigt werden." Bereits seit 1977 vollzieht die Zeche Carl den Wandel zu einem Kulturzentrum, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. 1996 wurde das Maschinenhaus ausgebaut. Die letzte Phase der Erneuerung ist die Nutzung des Malakowturms. Die Renovierung wird fast 3 Millionen Euro kosten. Geld, das zu 80 Prozent aus Fördergeldern des Landes und zu 20 Prozent aus Mitteln der Stadt finanziert wird. An den Bautätigkeiten wird sich die Schülerwerkstatt unter Anleitung eines Handwerkers und eines Pädagogen beteiligen. Möglich ist ein mehrwöchiges Praktikum oder regelmäßiger Unterricht. Nach dem Ende der Umbauphase soll der Malakowturm insbesondere vom OK43 genutzt werden, aber auch Schulen und Projekte des Maschinenhauses werden hier ihre Heimat finden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Theater und Tanz. Das die Schülerwerkstatt ins Leben gerufen werden konnte, ist nicht zuletzt ein Verdienst der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die aus ihrer Schatulle einen Betrag von 304.000 Euro hervorzog und dem Projekt damit eine Dauer von mindestens drei Jahren ermöglicht. In der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit hat Essen mittlerweile landesweit die Nase vorn. Vor vier Jahren waren 5.000 der unter 25-Jährigen ohne Arbeit. Heute liegt die Zahl bei 2.500. Vom Nutzen der Werkstatt sind die Beteiligten überzeugt. Thomas Mikoteit, Berufsberater vom Arbeitsamt, ist vom Erfolg überzeugt: "Es gibt in diesem Spiel keine Verlierer." Wer sich vom Sinn der Schülerwerkstatt überzeugen möchte, sollte am Freitag ab 15 Uhr das Baustellenfest auf der zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, besuchen. Die beteiligten Schulen und Initiativen werden sich an diesem Nachmittag der Öffentlichkeit vorstellen. Zusätzlich wurde ein Programm auf die Beine gestellt, das neben den Darbietungen mehrerer Schülerbands und Tanzprojekte unter anderem auch eine Besichtigung des Malakowturms beinhaltet. ek |
WAZ - Samstag, 25. Mai 2002 Zeche Carl wird Lernbaustelle 250 Schüler helfen bei der Sanierung des Malakowturms Sie soll das Flagschiff des Projektes "Schule - Wirtschaft - Arbeitsmarkt" werden, die Lernbaustelle Malakowturm der Zeche Carl. Investition: 2,75 Millionen Euro. Bauzeit: drei Jahre. Mitarbeiter: rund 250 Schüler. Bevor ein Schiff vom Stapel läuft, wird es getauft. Eine Art Taufe war das Baustellenfest von und mit den zwölf beteiligten Schulen, das jetzt die Sanierung der letzten drei Ensembleteile des Denkmals - Malakowturm, Kesselhaus und Grubenschreinerei - einläutete. |
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Früh übt sich: Patrick (11) von der Gesamtschule Nord lässt sich auf dem Baustellenfest von Jörg Dobrasch das Maurerhandwerk zeigen. WAZ-Bild: Alexandra Umbach |
80 Prozent der Mittel kommen vom Land, 20 Prozent von der Stadt. Damit die Schüler nicht ganz "grün" die ersten Schritte in Richtung Ausbildungsberuf gehen müssen, finanziert die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung eine Lernwerkstatt mit 304 000 Euro. Zeche Carl-Hausherr Willi Overbeck war von der Idee, den Schülern über die ernsthafte Mitarbeit in den beteiligten Handwerksbetrieben einen Beruf nahe zu bringen, sofort begeistert:"Darin steckt kooperativer Geist für eine Stadt der Zukunft." Angebote der Zeche Carl, auch ins Veranstaltungsmanagement, Licht- und Tontechnik oder Gastronomie hinein zu schnuppern, erweitern noch das Spektrum. Die Dimension und der hohe Anspruch der Lernbaustelle Malakowturm, so Arbeitsamtsdirektor Hans Gerhard Dohle, seien bislang einzigartig in Deutschland. Timon Bräunig (15) von der Gesamtschule Nord ist einer von 250 Schülern, die hier ab 1. September im Rahmen des Unterrichts ihren Weg in den Beruf suchen. "Da muss ich richtig ackern", sagt er. "Das wird schwer, aber ich freue mich schon drauf." hin |
| Personal Direkt - Das Magazin für Personalservice im Raum Essen, Mai
02, Seite 2/3 Chance für die Jugend: Ein Turm wird saniert Wichtige Orientierungshilfe für Berufseinsteiger Die Prämisse lautet: Praxis pur. Bei der Sanierung des ältesten Malakowturms im Ruhrgebiet wirken rund 200 Schüler mit. Dabei erleben sie neben der gewachsenen Historie des Bergbaus auch, wie Handwerk eigentlich funktioniert. Die Aktion von Zeche Carl und Arbeitsamt Essen zielt darauf ab, die Abbrecherquote bei Berufseinsteigern deutlich zu senken. |
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Malakowturm der Zeche
Carl (im Bild links die Innenansicht) |
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