Kath. Hauptschule am Stoppenberg - Aluminium Essen GMBH:
Projekt: "Kleine Fußballtore"




Schulzeitschrift "Hauptschule", Schulzentrum Am Stoppenberg Nr. 53, Dezember 2001(Seite 26 ff.)

Erfolgreich: Zweiwöchiges Langzeit-Praktikum in der Alu-Hütte Essen

Tja, wie ihr bestimmt schon gesehen habt, haben wir seit den Sommerferien endlich kleine Tore zum Fußballspielen. Ihr fragt euch bestimmt, wie die zustande gekommen sind. Wir, drei Mitschüler eurer Schule, Carsten Werth, Christoph Schmidt und Krystof Sdzuy, haben ein "Schnupperpraktikum" im Berufsfeld des Industriemechanikers - Fachrichtung Betriebstechnik bzw. als Verfahrensmechaniker - Fachrichtung NE-Metalle in der Hütten- und Halbzeugindustrie in der Alu-Hütte in Vogelheim absolviert. Zwei Wochen lang haben wir täglich dort in der Zeit von 13 bis 16 Uhr gearbeitet. "Super, keine Schule" - denkt ihr vielleicht! Aber ein Zuckerschlecken war das ganz und gar nicht. Wir haben dort in der Ausbildungswerkstatt - teilweise in Kooperation mit
den Auszubildenden - unter Leitung von Herrn Rathai, dem Ausbildungsmeister, gearbeitet:

  • Als erstes mussten wir Aluminiumstangen maschinell sägen; 32 Stangen in jeweils unterschiedlicher Länge zu je 8 Stangen.
  • Bei 24 Stangen mussten dann an beiden Enden Hohlkehlen von jeweils 2 cm Tiefe per Hand gefeilt werden.
  • In einem nächsten Arbeitsschritt wurden 64 Hacken für die Netzaufhängung hergestellt. Dazu wurden Aluminiumstangen in Stücke von 6 cm Länge geschnitten. An dem einen Ende wurde von Hand jeweils ein Außengewinde geschnitten, das andere Ende dann zu einem Hacken gebogen.
  • In einem weiteren Arbeitsgang wurden die Stangen von den Lehrlingen, die dort schon arbeiteten, zusammengeschweißt.
  • Nachdem die Schweißarbeiten erledigt waren, haben wir die Bohrungen für die Innengewinde angebracht, die Innengewinde geschnitten und die bereits vorbereiteten Hacken eingeschraubt.
  • Zum guten Schluß wurden die Tore mit Eisenwolle poliert, dadurch erhielten sie ihren Glanz.
  • Schließlich konnten wir die Netze über die Hacken spannen. Damit waren die Tore für die Schule fertig.
  • Nun blieb nur noch der Transport der Tore in die Schule. Das erledigte Herr Schmidt mit dem Pkw.
  • Am letzten Schultag, nach dem Verteilen der Zeugnisse, standen die Tore glänzend und schussbereit auf unserem Rollschuhplatz. Natürlich haben die Kleinen und die Großen sowie auch unsere Lehrer die Tore mit Begeisterung angenommen.

Und der Unterricht? Die Unterrichtszeit haben wir in der Alu-Hütte verbracht; doch vorher haben wir mit den Lehrern und unseren Eltern einen Vertrag ausgehandelt - und unterschrieben - dass wir uns "verpflichten, den zwangsläufig versäumten Unterricht in Absprache mit den jeweiligen FachlehrerInnen nachzuarbeiten". Und das bedeutet manche Stunde Nacharbeit in unserer Freizeit.

                                                                 Carsten Werth, Krystof Sdzuy, Christoph Schmidt - Schüler der Klasse 10

           


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