Schulzentrum am Stoppenberg - diverse Partner:
Projekt: "Gemeinsam ein Haus bauen"


Realschule am Stoppenberg

Gymnasium am Stoppenberg


Ausbildungszentren der Bauindustrie



SCHULZENTRUM AM STOPPENBERG
    TAGESHEIMSCHULEN DES BISTUMS ESSEN
      HAUPTSCHULE - REALSCHULE - GYMNASIUM
     IM MÜHLENBRUCH 45 - 51, 45141 ESSEN


Ausschreibung eines Wettbewerbs zum Bauvorhaben
C O M
   - Haus der Stille -
auf dem Gelände des Schulzentrums Am Stoppenberg

A. Vorgaben und Veranlassung für den Wettbewerb

B.
Die Schaffung eines multifunktionalen Raumes für die drei Schulen des Schulzentrums Am Stoppenberg geht auf eine Anregung der Schulen während eines Visitationsgespräches von Weihbischof Grawe am Schulzentrum zurück. Lehrer, Eltern und Schüler wünschen sich einen solchen Raum (Bereich) auf dem Gelände des Schulzentrums Am Stoppenberg. Die Bezeichnung für diesen Raum wurde bereits in einem Ideenwettbewerb unter den Schülerinnen und Schülern gefunden:

                                                            "C O M"
      
Mit diesem Namen sind Assoziationen an Kommunikation, Kommunion, Konzentration, an den Imperativ "Komm!" verbunden. Zudem bietet diese kurze Bezeichnung die Möglichkeit der Verwendung im alltäglichen Umgang ("Gehst du mit ins COM?"). Als Abkürzung kann auch "Christliches oder Menschliches" stehen. In diesem Wettbewerb soll nun die bauliche Form des COM gefunden werden. Nachstehende Vorgaben sind zu beachten:

Lage: Auf einem Hügel an der südwestlichen Grenze des Schulgeländes
Grundfläche: ca. 10 m x 10 m,  wobei der geforderte Bereich für den Schulseelsorger außerhalb der vorgenannten Größe liegen kann.
Funktion: Gebäude für die Schülerinnen und Schüler der drei Schulgemeinden des Schulzentrums zur Meditation, zur Ruhe, zum Gottesdienst für ca. 60 Personen. Angegliederter Bereich für den Schulseelsorger zur Vorbereitung, persönliche Gespräche und Besinnung.
Form: frei

C. Wettbewerbsbedingungen
Teilnahmeberechtigt sind Klassen, Kurse und Lerngruppen der drei Schulen des Schulzentrums Am Stoppenberg.

Wettbewerbsleistungen:
Die Arbeiten sind anonym einzureichen. Von jedem Teilnehmer wird erwartet:

  • Zeichnungen mit Grundriss, Ansichten, auch Innenansichten Maßstab 1 : 50, Detailschnitte 1 : 20 von
    maßgeblichen Details
  • Gebäudemodell Maßstab 1 : 50
  • Erläuterungsbericht auf maximal 2 Seiten DIN-A4
  • Hinweise auf die zu verwendenden Materialien
  • Briefumschlag
    - Kennzeichnung aller Wettbewerbsteile mit einer sechsstelligen Kennziffer. Der Arbeit ist ein verschlossener Umschlag mit der Kennzahl versehen beizufügen, in welchem die Namen der Teilnehmer angegeben sein müssen.

Jury
Das Preisgericht setzt sich wie folgt zusammen:

          1 Vertreter des Schulträgers
          1 Vertreter des Arbeitsamtes Essen
          1 Vertreter des Ausbildungszentrums der Bauindustrie
          1 Vertreter der ausführenden Baufirma
          1 Vertreter des Baudezernates im Bistum Essen
          die drei Leiter der Schulen
          die 3 Vertreter der Schulpflegschaften
          die 3 Schülersprecher/innen

Preise
Die Fördergemeinschaften der drei Schulen setzen ein Preisgeld von insgesamt 750 Euro aus. Die Preise werden aufgeteilt auf den
                         
           1. Preis
           2. Preis
           3. Preis und ggf. Sonderpreise für besonders kreative Entwürfe.

Die Aufteilung der Preissummen erfolgt durch das Preisgericht. Die Preisgelder sind für eine Gemeinschaftsaktivität der jeweiligen Schüler/innengruppe zu verwenden.

Weitere Bearbeitung
Der Auslober beabsichtigt, den mit dem 1. Preis ausgezeichneten Entwurf als Grundlage für den dann auszuführenden Bau zu nutzen.

Eigentum Urheberrecht
Alle eingereichten Unterlagen und Arbeiten des 1. Preises werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht verbleibt beim Entwerfer. Der Auslober erhält das kostenlose Recht, sowohl das Ergebnis des Wettbewerbs für sich zu nutzen und auszuwerten, ohne dass dem Entwerfer oder einem Dritten dafür Copyright- bzw. Lizensgebühren oder ein zusätzliches Honorar zusteht.

Rückfragen
Rückfragen der Teilnehmer können bei einem Colloquium im Januar 2002 gestellt werden. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Schriftliche Fragen können nur bis zu diesem Termin gestellt werden. Die Antworten aus dem Colloquium und auch die schriftlichen Anfragen werden Bestandteil der Auslobung.

Abgabetermin
ist der 15. März 2002, 12.00 Uhr, im Sekretariat der Hauptschule.

Sitzung der Jury
In angemessener Frist nach Einlieferung der Arbeiten tritt die Jury zusammen und beurteilt die Wettbewerbsunterlagen. Die Entwürfe und Modelle werden nach der Jury-Sitzung für mindestens eine Woche mit dem Jury-Protokoll öffentlich ausgestellt.

Essen, 5 Oktober 2001

gez.    Reiner Düchting                Karl Möller                  Heinz Bleck
              Rektor i. K.         Realschulrektor i. K.     Oberstudiendirektor i. K.
             Hauptschule                   Realschule                 Gymnasium

Herrn Jürgen Bäumer, Dipl.-Ing. und Architekt im Dezernat für Bauwesen und Denkmalspflege des Bistums Essen, sei herzlich für die Ausfertigung dieser Ausschreibung gedankt.


Von der Ausschreibung - zum Modell - zur Wirklichkeit:

Das Modell des zukünftigen "COM". Der Entwurf stammt von SchülerInnen des Kurs 8 m/ k der Realschule am Stoppenberg.

Weihbischof Grave bei der Ermittlung des Siegerentwurfs.


Das zukünftige Baugelände wird besichtigt.

Weiterentwicklung des ausgewählten
 Modells durch die Gruppe „Langzeitpraktikum" (Klasse 10 A / Herr Pütz) in Kooperation
 mit dem Berufskolleg
 Essen-Ost (Herr Raschdorf).


 

 

Presseveröffentlichungen:

Schulzeitschrift "Hauptschule", Nr. 52, Juni 2001 (Seite 16)

Gemeinsam ein Haus bauen

Ein Plan im Schulzentrum

Nein, danach sucht man vergeblich zwischen Klassen- und Fachräumen, zwischen Sporthallen, Wäldchen, Bolzplätzen und Grünflächen. Und auch im Raumplan taucht er nicht auf; so etwas gibt`s in unserem Schulzentrum nicht: kein eigener Meditationsraum, kein "Raum der Stille", kein Gottesdienstraum. Also auch keine Möglichkeit, für eine Klasse, für kleine Gruppen, für einzelne SchülerInnen, LehrerInnen oder Eltern, sich innerhalb des Schulzentrums im Alltag in einen besonderen Raum zurück zu ziehen, der nicht durch Unterricht oder Freizeit genutzt wird. Kein besonderer Platz für eine Meditationsrunde, eine "Frühschicht", für einen besonderen Gottesdienst, für eine Betrachtung während der liturgischen Nacht, für einen Moment der Ruhe und Stille, ohne gestört zu werden...

Doch nun gibt`s Pläne - oder, will man es ein wenig bescheidener halten, nun gibt es eine Idee, solch einen Ort für die SchülerInnen zu schaffen. Im äußersten südwestlichsten Zipfel des Schulzentrums, zwischen Sportplatz und Kleingärten, weitab von den Schulgebäuden gibt`s eine unbebaute Fläche, auf der vielleicht demnächst ein, eine...?, ja wie soll man es nennen? - ein "Gebäude", bezeichnen wir es doch hier zunächst einfach so, das hier stehen und die Zwecke erfüllen soll, die oben genannt wurden: Nicht nur die Bezeichnung dieses Gebäudes ist zunächst offen, auch das Aussehen, die genaue Größe, die Baumaterialien, die Art der Energieversorgung, die Inneneinrichtung, die Verantwortlichkeiten.... Geplant sind bisher lediglich folgende Rahmenbedingungen: vier Wände mit Dach, ebenerdig, für ca. 60 Personen. Alles weitere soll in den kommenden Monaten durch die SchülerInnen des Gymnasiums, der Realschule und der Hauptschule im Schulzentrum diskutiert und vor überlegt werden.

Darüber haben sich in mehreren Vorgesprächen, zuletzt am 3. Mai, die Leiter des Dezernates Erziehung, Schule und Hochschule, Herr OStD Manfred Nicht, des Dezernats Bauwesen und Denkmalpflege, Herr Dr. Just Gérard, der Direktor des Arbeitsamtes Essen als Mitinitiator des Essener Konsenses, Herr Hans Gerhard Dohle, und die Leiter der drei Schulen im Schulzentrum grundsätzlich verständigt. Die Idee soll nicht einfach zum Auftrag eines Architekten und einer Baufirma werden; auch im Blick auf die Finanzen des Bistums wäre dies zur Zeit kaum realisierbar. Es soll als gemeinsames Projekt der drei Schulen im Schulzentrum in Kooperation mit dem Essener Konsens entstehen. Alle Beteiligten sollen und können durch ihr Engagement deutlich machen, welche Bedeutung sie einem solchen Ort beimessen. Um aus dieser Idee, aus dem Willen, dem Können und der Mitarbeit aller Beteiligten ein solches Gebäude wachsen zu lassen, müssen zunächst folgende Fragen geklärt werden:

  • Zweck
    Welchen Zwecken kann und soll das Gebäude zur Verfügung stehen?
  • Name
    Wie soll das Gebäude daher bezeichnet werden?
  • Eigenleistung
    Welche Bau-, Gestaltungs- und Einrichtungsarbeiten können durch die SchülerInnen im Rahmen des
    Unterrichts (Kunst, Technik, Wahlpflichtbereiche...), in Projekten, in der Freizeit gestaltet werden?

Nach den Sommerferien wird aufgrund der Antworten zu den genannten drei Fragen erneut der Kreis aus den Dezernenten, dem Direktor des Arbeitsamtes und den Schulleitern die weiteren Schritte planen.

Also, auf geht`s...!




Schulzeitschrift "Hauptschule", Nr. 53, Dezember 2001(Seite 14 ff.)

Das Haus hat einen Namen: COM

Die Nr. 52 der HAUPTSCHULE berichtete bereits (s. S. 16) über den Plan der drei Schulgemeinden des Schulzentrums, auf dem Schulgelände "gemeinsam ein Haus zu bauen", ein Gebäude der Ruhe, der Besinnung, der Meditation, ein Haus, in dem kleine Gruppen auch Gottesdienst und Eucharistie feiern können.

Nun nimmt der Plan konkrete Formen an: Das Haus hat einen Namen: Es wird COM heißen. Dies ist die Idee eines Schülers aus dem Gymnasium, der mit diesem kurzen und einprägsamen Namen an "Kommunikation" und "Kommunion" erinnert, der aber zugleich dazu auffordert in dieses Haus "zu kommen", es im Alltag zu nutzen.



Schulzeitschrift "Hauptschule", Nr. 54, Juli 2002(Seite 43 ff.)

Das Haus nimmt Formen an:
Preisgericht entscheidet über 16 Entwürfe zu COM - Haus der Stille

17. Mai 2002, 11 Uhr, Bücherei der Realschule im Schulzentrum. 21 Personen - unter ihnen Weihbischof Grave, Arbeitsamtsdirektor Dohle, Herr Jäger als Vertreter des Landesarbeitsamtes aus Düsseldorf, Herr Grünewald, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Essen und Mühlheim, Dr. Gérard, Diözesanbaumeister des Bistums Essen, Dr. Fendrich als Bischöflicher Beauftragter für Kirche und Kunst, Herr Nicht, er ist Leiter des Dezernats Erziehung, Schule und Hochschule, Herr Bässler, Leiter des Ausbildungszentrums der Bauindustrie, Herr Wintjes, stellvertretender Leiter des Berufskollegs Ost, Vertreter der Mitwirkungsgremien, Eltern, Schüler und die Leiter der drei Schulen des Schulzentrums - stehen vor einer schwierigen Aufgabe: Denn sie sollen entscheiden, nach welchem Entwurf "COM - das Haus der Stille" (siehe HAUPTSCHULE Nr. 52, S. 16 und 53, S. 14 ff.) auf dem Gelände des Schulzentrums weiter geplant und schließlich gebaut werden soll. 

Keine leichte Übung, denn vor den Mitgliedern dieses Preisgerichts stehen 16 Entwürfe als Gebäudemodell im Maßstab 1: 50 mit Erläuterungsberichten, Zeichnungen und ergänzenden Hinweisen, und die Wettbewerbsbedingungen legen fest, dass die Jury drei der eingereichten Entwürfe mit insgesamt € 750,- prämieren soll - und das mit dem ersten Preis ausgezeichnete Modell soll schließlich Grundlage für die weitere Planung sein.

Die Mitglieder wählen Weihbischof Grave zum Vorsitzenden der Jury, und als er dem Schulseelsorger Pfarrer Cudak das Wort erteilt, kann er mit einer Überraschung aufwarten: Er schlägt ein Messbuch auf, das seit vielen Jahren in der Sakristei neben der Halle im Gymnasium liegt und für den Schulgottesdienst benutzt wird. Von der ersten Seite liest er eine Widmung vor, die Kardinal Hengsbach dort 1975 handschriftlich hinterlassen hat:

Für die Kapelle unseres Schulzentrum "am Stoppenberg". Samstag, den 11. Oktober 1975 + Hengsbach, Bischof v. Essen.

Mitglieder des Preisgerichts bei ihrer schwierigen Aufgabe: Weihbischof Grave, Dr. Gérard, Dr. Fendrich, OStD Nicht (v. r.) mit dem Modell, das später mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde.

Nun, nach 27 Jahren, kommen die drei Schulgemeinden des Schulzentrums der Absicht von Kardinal Hengsbach näher; denn das im Schulzentrum gemeinsam geplante und mit der Unterstützung des Arbeitsamtes zu errichtende Haus der Stille nimmt nun klare Konturen an: Die eingereichten Entwürfe zeigen einer wie der andere ein hohes Maß an Kreativität, und die klassische Kapellenform findet sich kaum unter den Entwürfen. 

Nachdem im Ausschlußverfahren schließlich vier Beiträge als "Spitzenkandidaten" übrig bleiben und Herr Nicht einen Sonderpreis stiftet, bleibt "nur" noch die Reihenfolge fest zu legen; denn der erste Entwurf soll ja Grundlage für die Planung und Bauausführung werden.

Das Ergebnis

4. Preis: Sonderpreis, € 100,-; lfd. Nr. 8, Kennziffer 77 20 54
Mandy Som, Vanessa Peppler, Kurs m/k Klasse 9, Realschule

3. Preis: € 200,-; lfd. Nr. 10, Kennziffer 95 79 25
Linda Baumann, Nadine Scheidat, Kurs m/k Klasse 9 Realschule

2. Preis: € 250,-; lfd. Nr. 7, Kennziffer 12 48 16
Dorothea Dagel, Patrick Happ, Alexandra Katschorowski, Anna Lucks, Dominik Schlichting, Joana Stienen, Katrin Swinarski; Klasse 10 a, Gymnasium

1. Preis: € 300,-; lfd. Nr. 5, Kennziffer 16 15 82
Bianca Butterwege, Julia Heinemann, Nadine Hodan, Stefanie Holtze, Janina Hüllen, Alexander Köhler, Anna Küpker, Katharina Mölders, Kurs 8 m/k, Realschule

Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem besonders hohen Maß an Kreativität, die in der Idee, der Ausführung und in den bereits vorliegenden umfangreichen Entwürfen zur Gestaltung von Böden, Wänden und Decken der Siegergruppe zum Ausdruck kamen. Gratulation - und Dank an alle beteiligten SchülerInnen und LehrerInnen für das Engagement für unsere gemeinsame Sache!

Und wie wird es nun voran gehen? Ein Kreis der Jury wird anhand des ausgewählten Modells - unter Berücksichtigung guter Ideen und Wünsche der übrigen Entwürfe - festlegen, in welcher Weise die Ideen der Preisträger in Baupläne umgesetzt werden. Und inzwischen hat eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Arbeitsamtes, von Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen sowie von Stoppenberger Lehrern signalisiert, dass sie in dieser Planung und dem anschließenden Bau die Chance sehen, Jugendliche und Ausbildung, Schule und Beruf, Theorie und Praxis an einem konkreten Fall einander näher zu bringen - mit Gewinn für alle Beteiligten. Und wenn nun viele SchülerInnen und viele Eltern mit denken und mit anfassen und ihren möglichen Beitrag leisten, dann ... !

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