Hauptschule a. d. Bischoffstraße - Jugendberufshilfe Essen e.V. - Werbeagentur Recall
Projekt: "Unser neues Schullogo: Vom Entwurf bis auf's Zeugnis"



Projektskizze



Projektziel:
In einer Projekt-Kooperation zwischen dem Fachbereich Mediengestaltung der Jugendberufshilfe Essen e.V., und der Hauptschule an der Bischoffstraße konzipieren die Partner gemeinsam ein professionelles Schullogo, das in Zukunft auf sämtlichen offiziellen Dokumenten Verwendung finden soll und darüber hinaus in der gesamten Außendarstellung der Schule zum Einsatz kommen wird. Die am Entstehungsprozess beteiligten Schüler erhalten im Rahmen ihrer Tätigkeit fundierte Einblicke in das Berufsbild des Mediengestalters und werden durch den Besuch in der Essener Werbeagentur Recall zudem über Berufschancen, Zugangs-Voraussetzungen und die fachspezifischen Tätigkeiten informiert. Als weiteres Projektziel soll bei den Schülern 

a) der Blick für verwandte – aber mit niedrigeren Zugangsvoraussetzungen ausgestattete – Berufe geschärft werden und 
b) zudem die Motivation gefördert werden, einen höheren Schulabschluss anzustreben, um sich so bessere berufliche Perspektiven zu verschaffen. 



Projektablauf:


Vorbereitungen:
Nach einem Vorgespräch zwischen Schulleitung / Projektlehrer sowie einem Mitarbeiter der Jugendberufshilfe FB Mediengestaltung und drei Auszubildenden werden die Rahmenbedingungen des Projekts festgelegt. Als ersten Schritt bereiten die drei Azubis (allesamt im 2ten Lehrjahr, kurz vor der Zwischenprüfung stehend) zwei Referate vor, die sie vor einer ca. 20köpfigen Schülergruppe halten werden. Inhalt: 1) Grundsätze der Logo-Gestaltung, bzw. -Umsetzung. 2) allgemeine Produktionsgrundlagen zu Normbriefbögen, Visitenkarten etc. 

Im Anschluss an diese Präsentation sollen vorab diejenigen Schüler ausgewählt werden, die Interesse an einer Projektteilnahme bekunden. Diese Schüler verfassen eine Bewerbung, die seitens der Lehrer (und eventuell auch der Mediengestalter) begutachtet werden wird. Nach Auswertung der Bewerbungen und einem abschließenden persönlichen „Bewerbungsgespräch“ werden insgesamt sechs ProjektteilnehmerInnen durch die Schule benannt. 



Umsetzung:
An mehreren Terminen treffen sich die Auszubildenden mit den ausgewählten Schülern, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und anschließend auch umzusetzen. Mehrere Entwürfe für ein Schullogo sollen unter professionellen Gesichtspunkten fachgerecht, und dem Ausbildungsberuf entsprechend, erarbeitet werden.

Fragen wie "wie wähle ich die richtige Farbe", "welche Symbole lassen sich idealerweise verwenden", "wie kann die Charakteristik der Schule (bspw. Internationalität) im Logo zum Ausdruck gebracht werden", "wie kann die fertige Vorlage drucktechnisch umgesetzt werden" sollen gemeinsam von der Gruppe beantwortet und dann entsprechend realisiert werden.

Die endgültige Auswahl des späteren offiziellen Schullogos trifft die Schule selbst. Kollegium und Schüler werden - jeweils unanhängig voneinander - die verschiedenen Entwürfe begutachten, bewerten und sich schließlich in einem demokratischen Abstimmungsprozess für ein Logo entscheiden.


Präsentation:

Im Rahmen einer Feierstunde wird der von der Schule gekürte Siegerentwurf der Öffentlichkeit in der Schulaula präsentiert.



Das sagen die Teilnehmer des Projekts:

Die Schüler und Schülerinnen: 
Sedina (15): "Wichtig war, dass wir gelernt haben, dass es nicht nur auf das Zeichnen sondern auch auf die technische Umsetzung in so einem Beruf ankommt. Daher war das eine sehr interessante Erfahrung, bei so einem Projekt dabei zu sein. Nach allem, was ich jetzt gelernt habe könnte ich mir vorstellen, so etwas in der Art auch beruflich zu machen. Ich würde gern in den Bereich Modedesign oder Grafik gehen."

Zafer (15): "Das Arbeiten am PC hat mir den meisten Spaß gemacht, das ist genau mein Ding. Mal selbst zu erleben, wie man seinen eigenen Entwurf vom Papier aus in den Computer bekommt, war schon etwas besonderes. Dass wir selber das Logo gestaltet und mitentwickelt haben, ist einfach toll: Da kann man später immer sagen: Ich war dabei..." 

Gülsen (16): "Ich finde, dass das nicht nur eine schöne, sondern auch eine sehr  verantwortungsvolle Aufgabe gewesen ist. Immerhin ging es um das Logo für unsere Schule - das ist etwas ganz besonderes und da kann man ruhig auch ein bisschen stolz drauf sein."

Jessica (16): "Uns wurde Selbstverantwortung übertragen, und ich glaube, dass wir die auch gerechtfertigt haben. Wir haben wichtige Dinge gelernt, gerade was Kreativität, Teamarbeit und Gleichberechtigung angeht. Von mir aus hätte das Projekt ruhig noch länger dauern können, so spannend war das." 



Frau Nilewski, Schulleiterin: 
"Ich möchte den Auszubildenden der Jugendberufshilfe ein großes Kompliment machen. Sie standen unseren Schülern immer hilfreich zur Seite und wussten auf jede Frage eine Antwort. Das Projekt als solches hatte einen klar definierten Rahmen, war straff durchorganisiert. Und am Ende wurde das Ziel, nämlich das fertige Logo, erreicht. Insofern ein idealer Projektverlauf, an dem alle Beteiligten Ihren Anteil hatten."



Herr Imbusch, Lehrer:

"Die Schüler waren begeistert bei der Sache, und haben sich sehr engagiert - übrigens nicht nur während der Schulzeit, sondern auch in ihrer Freizeit. Die Zusammenarbeit mit der Jugendberufshilfe lief reibungslos, unter dem Strich sind wir alle hoch zufrieden. Vor allem deshalb, weil hier das Thema "Arbeitsplatzerkundung" wirklich wörtlich genommen wurde, und das - eher abstrakte - Berufsbild Mediengestalter von den Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Projekts aktiv und praktisch erfahren werden konnte. Mit Sedina gibt es sogar eine Teilnehmerin, die sich beruflich in diese Richtung orientieren möchte." 



Herr Buschmeier, Jugendberufshilfe FB Mediengestaltung: 
"Auch ich möchte der Schule zunächst ein Kompliment machen: Die Zusammenarbeit während des gesamten Projekts war sehr angenehm. Aus meiner Sicht besonders wichtig: Art und Umfang waren für uns von vorneherein überschaubar - zudem waren die Schüler sehr engagiert bei der Sache und haben sehr viel selbst gemacht. Für unsere Azubis war das Projekt eine wichtige Erfahrung: Die Projektinhalte und deren Umsetzung werden später im Beruf auf ähnliche Weise auf sie zukommen: Kundengespräch, Präsentation, zielgerichtetes Arbeiten auf feste Termine hin - all das wird genauso später auch verlangt. Von daher war dieses Projekt eine sehr gute Möglichkeit, jetzt schon unter realistischen Bedingungen einen Echtauftrag umzusetzen."


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