| 2001 - "Wir erarbeiten unsere Zukunft" 3. Ausstellung der Projekte Schule - Wirtschaft im Arbeitsamt Essen Nach den großen Erfolgen der bisherigen zwei Ausstellungen unseres Projektes Schule - Wirtschaft in den Jahren 1999 und 2000 wurden auch im Jahr 2001 wieder die neusten Projektentwicklungen im Arbeitsamt Essen präsentiert. Dabei hat sich nicht nur die Zahl der ausgestellten Projekt fast verdoppelt, es konnte auch ein neuer Besucherrekord verzeichnet werden - über 3000 Besucher bedeuteten eine Verdoppelung im Vergleich zum Jahr 2000 und eine Verdreifachung im Vergleich zu 1999. Die hohe Akzeptanz bzw. die Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Schulen und Betrieben wird durch dies Entwicklung eindrucksvoll belegt. Die Begeisterung, mit der Schüler und Auszubildende aber auch Lehrer und Ausbilder in den Projekten zusammen arbeiten, ist ansteckend. Der Unterricht in der Schule aber auch die Ausbildung erhält neue Impulse, neue Motivation entsteht. Die folgenden Links enthalten weiterführende Informationen zur Ausstellung am 25. und 26. Oktober 2001 - die Presseinformation, die erschienenen Presseartikel, das Ausstellungsplakat und einige Bilder von der Veranstaltung. Gemeinsame Presseinformation des Arbeitsamtes Essen und der Stadt Essen Ausstellungsplakat Highlights der Ausstellung 2001 Pressespiegel |
Borbecker Nachrichten vom 25. Oktober 2001 Schüler bauen selbst eine Außenwerkstatt Ausstellung im Arbeitsamt zeigt Formen der Kooperation Draußen regnet es. Doch das hält keinen der Schüler ab, kräftig zuzupacken. Mit Schaufel und Schubkarre sind sie hinter dem Bauzaun an der Arbeit. Wie auf einer richtigen Baustelle geht es auf ihrem Schulhof an der Gesamtschule Nord in Vogelheim zu. Und es ist eine richtige Baustelle: Schüler der zehnten Klasse errichten eine Außenwerkstatt für die Schule.Der Grundstein wurde bereits gelegt. Jetzt entstehen in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum des Baugewerbes neue Kunst- und Technikräume. „Wir wollen die Jugendlichen bei der praxisorientierten Berufswahl unterstützen" erklärt Frank Pawlik, General Manager der Bildungszentren des Baugewerbes. Dabei vertritt er für seinen Vorstand ganz praktische Interessen: Aus der Baubranche sind bei den Schülern nur wenige Berufe bekannt. Bei den Jugendlichen Interesse für die weniger bekannten Berufsfelder wie etwa den Stukkateur oder Isolierer zu wecken und die Zukunftsperspektiven des Baugewerbes aufzuzeigen, das ist sein Ziel. Zugleich lernt der potentielle Arbeitgeber bereits seine zukünftigen Auszubildenden kennen, weiß also, auf wen er sich einlässt. „Der Einstieg ins Berufsleben ist einfacher, da beide Partner sich bereits kennen", so Pawlik. Deswegen unterstützt er – wie viele andere Unternehmen in Essen auch – die Zusammenarbeit mit den Schulen. Mehr als 50 Kooperationen zwischen Betrieben und Schulen gibt es bislang in Essen. Damit beteiligt sich fast jede zweite Schule an den Projekten. „Das ganze ist zum Selbstläufer geworden". Zunächst war es das Ziel, den Schülern den Übergang von der Schule in die Wirtschaft zu ermöglichen. Doch längst profitieren auch die Schulen von der Zusammenarbeit. Schließlich erfahren die Schüler in der Praxis, warum ihr schulisches Lernen sinnvoll ist. |
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Schulleiterin Sabine Bellers von der Gesamtschule Nord bei den Feierlichkeiten zur Grundsteinlegung für die neue Außenwerkstatt. Schüler haben zum Bau dieser Werkstatt eine so genannte Schülerfirma gegründet in Kooperation mit den Bildungszentren des Baugewerbes (BZB). |
„Wir erarbeiten unsere Zukunft" heißt daher am Donnerstag und Freitag, 25./26. Oktober, eine Ausstellung im Arbeitsamt Essen. An den insgesamt 18 Informationsständen – darunter auch Stände der Gesamtschule Bockmühle, des Gymnasiums Borbeck, der Gesamtschule Nord und der Geschwister Scholl-Realschule – sind die Schülerinnen und Schüler zum konkreten Mitmachen eingeladen. Außerdem können sie sich informieren über die schulischen und praktischen Voraussetzungen, die man für die unterschiedlichen Berufe mitbringen muss. Geöffnet ist das Arbeitsamt am Donnerstag, 25. Oktober, von 8 bis 18 Unr und am Freitag, 26. Oktober, von 8 bis 13.30 Uhr. Schon jetzt haben 2500 Besucher ihr Kommen zugesagt – ein neuer Besucherrekord. mar WAZ Nr. 249 vom 25. Oktober 2001 Ausstellung für Schüler Wie fruchtbar die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft sein kann, zeigt die 3. Ausstellung „Wir erarbeiten unsere Zukunft" im Arbeitsamt. Mehr als 2500 Schüler werden heute und Freitag erwartet. Seit 1999 läuft das Projekt „Schule-Wirtschaft-Arbeitsmarkt", ins Leben gerufen vom Arbeitsamt und der Stadt. Die Idee: Schulen und Betriebe gehen Kooperationen ein, Unterricht und Praxis ergänzen sich. Über 50 Kooperationen konnten bisher vermittelt werden. Damit war etwa die Hälfte der weiterführenden Schulen bereits an einem Projekt beteiligt. Wie das funktioniert, zeigt die Ausstellung heute, 8-18 Uhr, und Freitag, 8-13.30 Uhr. Zu sehen sind Projekte aus allen Schulformen sowie aus unterschiedlichen Branchen, vom Handwerk bis zur Informationstechnologie. Dazu gibt`s die Broschüre „Ab in die Praxis: Schüler schauen, schrauben und bauen", erstellt von Schülern des Nord-Ost-Gymnasiums. Als erfahrene Reporter des Zeus-Projektes (Zeitung und Schule) lieferten sie Texte und Fotos, mit denen neun Kooperationen vorgestellt werden. Weitere Infos unter Tel.: 2798 9915. NRZ - Nr. 249 Donnerstag, 25. Oktober 2001 Schauen und Schrauben Arbeitsamt / Schüler, Lehrer und Betriebe können sich heute und morgen in der Ausstellung „Wir erarbeiten die Zukunft" über das Kooperationsprojekt „Schule und Wirtschaft" informieren. Der Slogan ist prägnant: „Ab in die Praxis: Schüler schauen, schrauben und bauen" steht auf der neuen Broschüre, mit der das Arbeitsamt über das 1999 ins Leben gerufene Projekt „Schule, Wirtschaft, Arbeitsmarkt" informieren will. Laufende Projekte können Schüler, Lehrer und Betriebe heute, 8-18 Uhr, und morgen, 8-13.30 Uhr, im Arbeitsamt kennenlernen. 18 Schulen stellen in der Ausstellung „Wir erarbeiten unsere Zukunft" ihre Kooperationen mit Firmen vor. |
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Die Schüler der Gesamtschule Nord bauen ihr Neben- gebäude mit Hilfe des Bildungszenrums des Bauge- werbes und Maurermeister Matthias Große-Keul (2.v.r.). Über den Stand der Arbeiten informieren sich jetzt Schuldezernent Oliver Scheytt (3.v.l.) und Hans-Gerhard Dohle (4.v.l.) (NRZ-Foto: v. Born) |
2500 Schüler haben ihr Kommen angemeldet. „Mittlerweile ist das Projekt ein Selbstläufer geworden", erklärt der Direktor des Arbeitsamtes Hans-Gerhard Dohle und untermauert seine Aussage mit aktuellen Zahlen: Fast 50 und damit rund die Hälfte aller weiterführenden Schulen, haben Partner in der Wirtschaft gefunden. Den Nutzen sehen beide Seiten. Die Firmen knüpfen Kontakte zu potentiellen Auszubildenden, die Schüler bekommen Einblicke in die Berufswelt, wobei es „nicht nur darum geht, Praktika zu vermitteln", erklärt Schuldezernent Oliver Scheytt. Ob in Baubetrieben, Bäckereien oder Softwarefirmen – die Schüler packen an. Wie an der Gesamtschule Nord, wo durch eine Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum des Baugewerbes ein Nebengebäude entsteht und Schüler an zwei Tagen in der Woche den Stift gegen den Zollstock tauschen. (R.K.) WAZ – Nr. 250 Freitag, 26. Oktober 2001 Erste Gehversuche in der Arbeitswelt Schülerprojekt bereits zum dritten Mal Von Bianca Weiner Das Projekt „Schule-Wirtschaft-Arbeitsmarkt" stellt bereits zum dritten Mal im Arbeitsamt am Berliner Platz aus. Schülerinnen und Schülern wird bei dem Projekt die Möglichkeit gegeben,einen breitgefächerten Einblick in die Berufswelt zu bekommen. Um eine möglichst frühe Verbindung zwischen Schule und Unternehmen herzustellen, haben das Arbeitsamt, das Schulamt und das Schulverwaltungsamt im Mai 1999 das Projekt „Schule-Wirtschaft-Arbeitsmarkt" ins Leben gerufen. Die Schülerinnen und Schüler aller Schulformen, von der Hauptschule bis zum Gymnasium, haben die Möglichkeit, im Rahmen des Projektes direkt in den Betrieben auch aktiv mitzuarbeiten. Die Jobs, in die reingeschnuppert werden kann, sind sehr unterschiedlich. Bäckereien, Radiostationen, aber auch die Universität bieten ihre Unterstützung an. |
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An der Fräsmaschine: Jugendliche im Arbeitsamt. Sie machen erste praktische Erfahrungen. WAZ-Bild: Arnold Rennemeyer |
Thomas Mikoteit von der Berufsberatung in Essen kennt die Probleme vieler Jugendlicher „Ich höre sehr oft, dass sie sich den Beruf, den sie lernen, eigentlich ganz anders vorgestellt haben und jeder vierte deshalb seine Ausbildung abbricht." Das zu verhindern und auf Lehrberufe aufmerksam zu machen, die noch nicht so bekannt sind, ist eine der Zielsetzungen des Projektes. Außerdem hoffen die Betriebe natürlich, geeignete Jugendliche als neue Mitarbeiter gewinnen zu können, die dann immerhin schon wissen, was sie erwartet. Personal Direkt - Nr. 11, November 2001 EDITORIAL Alles wunderschön!? Vorträge, Betriebsbesichtigungen, Filme, Printmedien, Internet gibt es als Angebote für Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen, in Hülle und Fülle. Aber was fehlt? Aus unserer Sicht das Wichtigste: Die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu machen, um eine tragfähige Entscheidung für "seinen/ihren" Beruf, der das weitere Leben maßgeblich bestimmen wird, zu treffen. Deshalb initiieren wir in Essen seit zweieinhalb Jahren mit großem Erfolg Projekte zwischen Unternehmen und Schulen. Über 50 sind es inzwischen und es werden immer mehr. Eigentlich keine Überraschung, denn beide Seiten - Schüler und Betriebe - profitieren von den Projekten. Der Schüler weiß, ob der Beruf und der Betrieb, ob der Schüler "paßt" - so kann in der Folge eine Stelle besetzt oder ein Ausbildungsabbruch erfolgreich verhindert werden. Jedes Jahr im Oktober präsentieren wir die neuesten Projekte im Arbeitsamt. In diesem Jahr hatten wir einen neunen Besucherrekord zu verzeichnen - rund 2.900 Besucher bedeuteten eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr. Die Begeisterung, mit der Schüler und Auszubildende aber auch Lehrer und Ausbilder in den Projekten zusammen arbeiten, ist ansteckend. Der Unterricht in der Schule aber auch die Ausbildung erhält neue Impulse, neue Motivation entsteht. Also: Praxis ist gefragt! - Machen Sie mit!! Alles weitere zur Projektwelt "Schule - Wirtschaft - Arbeitsmarkt" finden Sie im Internet unter der Adresse www.schule-wirtschaft-arbeitsmarkt.de . Thomas Mikoteit, Abschnittsleiter der Berufsberatung Schule/Wirtschaft Wir erarbeiten unsere Zukunft Ausstellung im Arbeitsamt wurde zum Magneten Der Bagger dürfte auch den Eltern gefallen haben, zumindest den Vätern. Doch am 25. und 26. Oktober stand er nur den Söhnen und Töchtern zur Verfügung: als ein Exponat der Ausstellung „Wir erarbeiten unsere Zukunft", die das Essener Arbeitsamt bereits zum dritten Mal organisiert hatte. Die Gesamtschule Bockmühle und der Garten- und Landschaftsbau-Verband mit der Firma Peters hatten ein „Geschicklichkeitsspiel mit einem echten Bagger" eingerichtet. Nicht wenige der Besucher, hauptsächlich Schüler und Schülerinnen der 9. und 10. Klassen, machten davon Gebrauch. Was einiges heißen will bei mehr als 3500 Gästen, die Ausstellungs-Organisator Thomas Mikoteit vom Arbeitsamt gezählt hat. Das waren fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr, und sie brachten die Räumlichkeiten am Berliner Platz fast schon zum Überquellen. |
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v. l. n. r. Ellen Ronden, Ausbildungsleiterin der Aluminium Essen GmbH, Klaus-Dieter Braun, Hauptgeschäftsführer des Essener Unternehmens- verbandes e. V., Frank Neukirchen-Füsers, Leiter der Berufsberatung des Arbeitsamtes Essen, Hans-Dieter Rathai, Ausbilder bei der Aluminium Essen GmbH. |
Wenn Schüler backen 18 Projekte waren im Foyer des Arbeitsamtes ausgestellt - eine Auswahl aus insgesamt über 50. Nicht alle so spektakulär wie der Bagger oder das Dach zum Selberdecken (Gesamtschule Nord und das Bildungszentrum des Baugewerbes). Aber zum Beispiel schmackhaft und sättigend: Die Firma „Backwaren Peter OHG" und die Katholische Hauptschule Stoppenberg haben sich einiges vorgenommen - nämlich die Neugestaltung von Produkten. Die Frage: Was wollen die Schüler beim Bäcker essen? Wie soll es schmecken? Doch bevor es an die Neuentwicklung ging, wurden erst einmal die grundlegenden Handgriffe gelernt. Unter Anleitung von Jürgen Bantelmann rollten die Schüler und Schülerinnen Teigwürste aus und legten sie fachmännisch zu Brezeln zusammen. Rein in den Ofen, und das Foyer des Arbeitsamt duftete nach Frischgebackenem - eine Schnupperlehre im wahrsten Sinne des Wortes. Die Besucher rissen den angehenden Bäckern die fertigen Produkte regelrecht aus den Händen. „Wir kommen ja gar nicht nach", freuten sich da etwa Katharina Kremer und Ana Griep. Sie backen auch zu Hause gern und sind auf der Ausstellung als Verstärkung von einem anderen Stand gekommen. Doch hier gefiel es ihnen so gut, dass ihnen auch der Stress nichts ausmachte. Gut im Teig-Geschäft behauptete sich auch der 14-jährige Florian - auch wenn er davon ausging, „dann doch kein Bäcker zu werden". Nein, das frühe Aufstehen sei aber nicht daran schuld. In einem etwas größeren Maßstab ging die Gesamtschule Nord zu Werke: Hier bauen sie unter Anleitung von Lehrer Wolfgang Erdmann eine neue Außenwerkstatt. Mit den Ausschachtungsarbeiten wurde schon begonnen: „Das ist der richtige Weg, den die Schule jetzt gehen muss", beschrieb Erdmann die Motivation. Und freute sich über die Unterstützung von Seiten der Wirtschaft: „Wenn eine Sache läuft, helfen die Unternehmen auch." |
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Klaus Dieter Braun, Hauptgeschäftsführer des Essener Unternehmensverbandes, bestätigte die Entwicklung hin zu höheren Anforderungen: „In Metall- und Elektroberufen sind die Facharbeiter schon fast Ingenieure." Rechnung getragen wird dem damit, dass nach einer Ausbildung und dem Meisterbrief sogar das Studium an einer Fachhochschule möglich ist: „Und die, die das geschafft haben, haben exzellente Chancen am Arbeitsmarkt - wegen ihrer Kenntnisse in Praxis und Theorie", so Braun. |
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ZEUS - sehr professionell Sogar die Ausstellung des vergangenen Jahres und die Vorbereitung der diesjährigen wurden wieder zu einem Projekt: In Zusammenarbeit mit der NRZ und der WAZ im Rahmen des Projektes „ZEUS" (Zeitung und Schule) erstellten die Nord-Ost-Gymnasiasten eine professionelle Farb-Broschüre..Und noch ein Beispiel für kreative und zugleich nützliche Arbeit: Mit einem geländegängigen Rollstuhl versuchen die „Neue Arbeit" der Diakonie und das Berufskolleg West, die Hauptschule Bärendelle und die Sonderschule Salzmann Bedürftigen in Rußland und Brasilien zu helfen: Die Idee war eigentlich ganz einfach: Einen herkömmlichen Rollstuhl vorn hochklappen und ein größeres drittes Rad anbringen. „Damit kommen sie dahin, wo es bisher echte Probleme gab", so einer der am Projekt Beteiligten.. Dass die Ausstellung und besonders die Kooperation mit der Wirtschaft nicht nur dem Unterhaltungs-Zweck gedient haben, dürfte klar sein: „Wir geben den Jugendlichen damit die Möglichkeit, sich nicht nur über die Berufe zu informieren, sondern sie auszuprobieren", so Arbeitsamts Direktor Hans-Gerhard Dohle. Eine Quote von 25 Prozent, die die Lehre vorzeitig abbrechen, sei zu hoch. Außer Gründen wie Stress mit Kollegen sei mangelnde Information im Vorfeld dafür die Ursache. Hier lobte er die Lehrer, die viel Freizeit in die Projekte gesteckt und damit der Entwicklung entgegengewirkt hätten: „Gemeinsamer Erfolg schweißt eben zusammen." Hoch spezialisierte Berufe Gerade die gewerblich-technischen Berufe sind aber nach Erfahrung von Frank Neukirchen-Füsers, Leiter der Berufsberatung, noch immer schlecht angesehen: „Dabei sind das mittlerweile hoch spezialisierte Berufe geworden, die hohe Anforderungen stellen." Noch stärker als die Nachfrage ging aber im Zuge des Strukturwandels das Angebot zurück. Deshalb appellierte er an die Unternehmen, gerade hier noch mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Denn obwohl sich 41 Prozent aller Bewerber für eine solche Stelle interessieren, müssten sie sich mit 35 Prozent der Angebote begnügen. „Die Firmen müssen aufpassen, dass ihnen hier nicht der qualifizierte Nachwuchs wegbricht", so Neukirchen-Füsers. Gerade im Hinblick auf die zurückgehenden Schülerzahlen in den kommenden Jahren. Marc Altenburg |
| Schulzeitschrift "Hauptschule" Schulzentrum Am Stoppenberg - Nr. 53, Dezember 2001 (S. 18 ff.) Wir erarbeiten unsere Zukunft 3. Ausstellung Schule - Wirtschaft im Foyer des Essener Arbeitsamtes Aktive Berufswahlvorbereitung - ein wichtiger Begriff für Schülerinnen und Schüler in den Klassen 9 und 10. Das Arbeitsamt Essen hat darum erneut am 25. und 26. Oktober eine zweitägige Ausstellung organisiert und durchgeführt, bei der SchülerInnen, LehrerInnen, Auszubildende, Unternehmen und Ausbildungsleiter ihre Kooperationen zwischen Essener Schulen und Firmen am Beispiel neuer Projekte vorstellen konnten. Die Idee war vor fast drei Jahren entstanden: Verknüpfung von Schul- und Berufsalltag, Entwicklung von Kooperationen von Schulen und Betrieben. Von den Projekten können beide Seiten gleichermaßen profitieren: Die SchülerInnen machen aktive Erfahrungen mit dem Berufs- und Ausbildungsalltag, erleben im praktischen Lernen, welche Anforderungen in einem Beruf an sie gestellt werden, können dadurch fundierte Berufswahlentscheidungen treffen und riskieren weniger Ausbildungsabbrüche. Zudem werden Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Teamfähigkeit verdeutlicht und gefördert. Betriebe haben die Möglichkeit, notwendige Anforderungen an zukünftige Auszubildende frühzeitig in der Schule transparent zu machen. Ferner eröffnen sich Möglichkeiten zur Nachwuchsgewinnung vor allem in Berufen, deren Ausbildungsstellen nur schwer zu besetzen sind. Weitere Informationen sind unter der Webadresse: www.schule-wirtschaft-arbeitsmarkt.de zu finden. Auch unsere Schule war im Rahmen der Ausstellung wieder mit zwei Ständen und drei Projekten vertreten, die von Herrn Pütz, Herrn Vorhoff und Herrn Kothe betreut wurden: 1. Das Langzeitpraktikum von SchülerInnen der Klasse 9 in der Essener Alu-Hütte Als Ergebnis konnten die Besucher der Ausstellung eins der vier Aluminium-Fußballtore sehen, das seit diesem Sommer in den Pausen der Schule genutzt wird. 2. Praktikum in der Bäckerei Peter Eine SchülerInnengruppe der Klasse 9, betreut von unserem Beratungslehrer, Herrn Kothe, entwickelt und produziert ein neues Produkt in und mit dieser Bäckerei. Im Rahmen der Ausstellung stellte die Bäckerei einen Heißluftofen und Teigrohlinge bereit, und die SchülerInnen beteiligten sich am Backen von Brezeln, Hefebrötchen und Hefe-Mäusen. Ihre Produkte, deren Duft durch das gesamte Foyer zog, fanden reißenden Absatz - nicht nur, weil sie kostenlos abgegeben wurden. |
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Aktive bei der Ausstellung "Wir erarbeiten unsere Zukunft" im Arbeitsamt Essen (S. 19) |
3. "Fingerübungen"... ...für den Bau des Blockhauses und den Bau von COM, des Hauses der Stille auf dem Gelände des Schulzentrums, Hinweis auf die Kooperation mit Bilfinger Berger und dem Ausbildungszentrum der Bauindustrie: Eine dritte Gruppe ermöglichte interessierten Besuchern an einer Standbohrmaschine den Erwerb eines "Bohrmaschinenführerscheins". Als "Gesellenstück" durften sie ein selbst gebohrtes "Solitärspiel" mit nach Hause nehmen. Doch es blieb für die beteiligten SchülerInnen und Lehrer nicht bei der Beschäftigung an einem Stand: Sie konnten sich auch die vielen Aktivitäten anderer Schulen bzw. die Kooperationsbeispiele zwischen Unternehmen und Schulen ansehen, konnten in Gesprächen mit den Besuchern aus Schulen, Unternehmen, der Schulaufsicht, der Stadtverwaltung und dem Arbeitsamt von ungewöhnlichen Schülerfirmen mit unterschiedlichen Geschäftsideen, von Vorhaben und Arbeiten im Bereich des Garten- und Landschaftsbaus, von Projekten zur Entsiegelung von Schulhöfen, von Langzeitpraktika in anderen Firmen erfahren. Fazit des Ausstellungsplaners im Arbeitsamt, Thomas Mikoteit: "Die dritte Auflage dieser Ausstellung war ein voller Erfolg. Wir haben die Besucherzahl mit ca. 3500 Besuchern fast verdoppelt." Und gemeinsam weist er mit Dirk Katthagen, der den Kontakt zwischen Schulen, Betrieben und Arbeitsamt organisiert, darauf hin, dass mit der Anzahl der vorgestellten Projekte und der Zahl der Besucher die Kapazitätsgrenzen des Arbeitsamtes für eine solche Ausstellung erreicht sind. Als Leiter der Berufsberatung rückt Frank Neukirchen-Füsers die Bedeutung dieser Projekte und den werbenden Charakter dieser Ausstellung in die Perspektive der Berufswahlvorbereitung und der Ausbildungslage der Schülerinnen und Schüler; er appelierte an die Unternehmen, im Blick auf die in Zukunft benötigten hochqualifizierten Facharbeiter auch über den momentanen Bedarf hinaus auszubilden. |
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